Meisterwerke im Limburgs Museum

Der Niederländische Kanon

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Welche Werke aus unserer Kollektion solltest du auf jeden Fall gesehen haben?

Der angesehene Niederländische Kanon nennt die folgenden sieben Meisterwerke. Zusammen mit den Meisterwerken, die unter anderem im Rijksmuseum zu sehen sind, repräsentieren sie die wichtigsten Ereignisse und Personen, die die Geschichte der Niederlande entscheidend geprägt haben. So lernst du unsere Geschichte von Grund auf kennen.

Bandkeramiktopf der allerersten Bauern

Einst lebten hier nur Jäger und Sammler, die ein Nomadenleben führten. Vor 7.500 Jahren siedelten sich die ersten Bauern in den Niederlanden an, die in Süd-Limburg Häuser errichteten und kleine Dörfer gründeten. Dort stellten sie die ersten Tontöpfe her, die sie mit eingeritzten Linienbändern verzierten. Dank dieser Verzierungen erhielten sie den Namen Bandkeramiker.

Wohnzimmer eines Bergarbeiters

Warst du schon einmal bei einem Kumpel zu Besuch? Die Bergarbeiter könnten eine Menge erzählen, zum Beispiel über die Ankunft von 60.000 Kollegen aus dem Ausland, die dafür sorgten, dass sich das dünn besiedelte Süd-Limburg nach 1900 zu einer lebhaften Industrieregion entwickelte.

Doch als die Gruben ab 1965 nach und nach geschlossen wurden, stieg die Arbeitslosigkeit stark an, und die Menschen verloren das Vertrauen in die Regierung. Obwohl die Arbeit hart war, vermissten viele ehemalige Bergarbeiter ihre Grube und die Kameradschaft.

Ab 16. Oktober 2022 vorübergehend nicht sichtbar.

Pusterohr aus Willibrords Kloster

Ungezogene Mädchen gab es schon immer. Dieser Fliederzweig wurde ausgehöhlt und wahrscheinlich von einem Mädchen, das in Susteren zur Nonne ausgebildet wurde, als Pusterohr verwendet. Dort stand einst ein Kloster, das 714 vom englischen Mönch Willibrord gegründet worden war. Das Pusterohr beweist, dass die Mädchen im Kloster sich nicht nur mit Lernen und Beten beschäftigten.

Brautkleid aus Fallschirmstoff

Eine Hochzeit bedeutet immer einen großen Aufwand. Aber nach dem Zweiten Weltkrieg gab es in den Niederlanden nicht viel, mit dem sich ein großer Aufwand betreiben ließ. Es mangelte schlicht an allem. Aber mit ein bisschen Improvisation kam man recht weit, wie dieses Brautkleid von 1945 beweist. Der Stoff des Kleids stammt von einem Fallschirm der Alliierten und war für die Braut wahrlich ein Geschenk des Himmels.

Ab 16. Oktober 2022 vorübergehend nicht sichtbar.

Freskofragment eines jungen Mannes aus der römischen Villa in Maasbracht

Hast du schon einmal einem Römer direkt in die Augen geschaut? Wahrscheinlich nicht, denn aus dieser Zeit sind nur wenige Abbildungen erhalten geblieben. Daher ist dieses Fragment eines Wandgemäldes, das um das Jahr 150 die Mauer der römischen Villa in Maasbracht schmückte, so besonders. Dieses Gebäude war eine Kombination aus riesigen Bauernhof und Luxusvilla mit Zentralheizung und fließend Wasser.

Anweisungen für italienische Bergarbeiter

Wie sollen sich Arbeitsmigranten an die Vorschriften halten, wenn sie sie nicht lesen können? Zum Glück gab es für ausländische Kumpel, die in Limburgs Gruben arbeiteten, solche Zeichnungen. Hier steht auf Italienisch „Trag einen Helm“. In den Zeichnungen ist dargestellt, wie man einen Grubeneingang abstützt („bene“) und wie man das besser nicht macht („spaglio“). Doch nicht alle Bergarbeiter stammten aus Italien, Spanien und Griechenland, denn vor allem in den dreißiger Jahren kamen – genau wie heute – viele Arbeitsmigrant:innen aus Polen nach Limburg.

Ab 16. Oktober 2022 vorübergehend nicht sichtbar.

Trommeln für Freiheit und Gleichheit

Wo ist das Wort „fraternité“ geblieben? Eigentlich ist das französische Wort für Brüderlichkeit doch Teil der weltberühmten Losung aus der französischen Revolution, „liberté, egalité, fraternité“, oder etwa nicht? Aber auf diesen französischen Trommeln fehlt es. Grund dafür ist, dass das dritte Wort erst später zur Losung hinzugefügt wurde. Diese Trommeln gehörten der französischen Nationalgarde, die 1794 den Süden der Niederlande eroberte. Im darauffolgenden Jahr wurden die Niederlande zur Batavischen Republik umbenannt und erhielten den Status einer Schwesterrepublik Frankreichs.

Ab 16. Oktober 2022 vorübergehend nicht sichtbar.